Start Kälteschutz 2018/2019

Am Donnerstag, 1. November öffnet wieder das Kälteschutzprogramm der Landeshauptstadt München in der bewährten Trägerschaft der Evangelischen Hilfswerk München gGmbH.

 

Sozialreferentin Dorothee Schiwy: „Alle obdachlosen Männer, Frauen und Familien, die sich in München aufhalten, erhalten dort einen kostenlosen Bettplatz, so dass in der kalten Jahreszeit niemand in München auf der Straße bzw. im Freien schlafen muss.“

Die 850 Bettplätze des Kälteschutzprogramms befinden sich im Haus 12 auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne. Männer, Frauen und Familien werden dort getrennt untergebracht. Auch in diesem Jahr erhalten die obdach- und mittellosen Frauen, Männer und Familien, die einen Platz im Kälteschutzprogramm benötigen eine Fahrberechtigung dorthin. Auf diese Weise können wirklich alle obdachlosen Menschen in München das Kälteschutzangebot nutzen.

 

Die Einweisung in den Kälteschutz können sich obdachlose Männer und Frauen in der Beratungsstelle „Schiller 25“ in der Schillerstr. 25 abholen. Familien wenden sich an die Einrichtung FamAra in der Rosenheimer Str. 125. In den beiden Einrichtungen und auch vor Ort in der Bayernkaserne bietet das Evangelische Hilfswerk im Auftrag des Sozialreferates zudem sozialpädagogische Beratung in verschiedenen Sprachen an.

 

Dorothee Schiwy: „Die Menschen erhalten nicht nur einen warmen Platz zum Schlafen sondern auch eine Beratung, um die Perspektiven in München zu klären und die Lebenssituation längerfristig zu verbessern. Die zahlreichen und vielfältigen Angebote und Einrichtungen für obdach- und wohnungslose Menschen in München sind – auch dank der sehr guten Zusammenarbeit zwischen dem Sozialreferat und den Trägern der Wohnungslosenhilfe - vorbildhaft für die ganze Bundesrepublik.“

 

Das Kälteschutzprogramm ist - neben dem regulären Wohnungslosenhilfesystem - ein zentraler Baustein für die Versorgung obdachloser Menschen in München. Die Stadt finanziert darüber hinaus jedoch noch eine Reihe weiterer Hilfs- und Unterstützungsangebote.

Im Oktober hat der Stadtrat den Ausbau einiger dieser Maßnahmen beschlossen.

 

Die Bahnhofsmission München bekommt eine zusätzliche Sozialpädagogenstelle, um die Ehrenamtlichen, die die Arbeit der Bahnhofsmission maßgeblich mittragen, anzuleiten, auszubilden und zu begleiten. Außerdem wird es ab dem kommenden Jahr direkt vor der Bahnhofsmission eine kostenlose Toilette für die meist mittellosen Besucherinnen und Besucher der Bahnhofsmission geben. Dies entlastet auch die Situation im Bahnhofsviertel. Die Anlauf- und Beratungsstelle für obdachlose EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, die bislang in den beengten Räumlichkeiten in der Schillerstraße 25 untergebracht war, bekommt zusätzliche Beratungsräume in der Destouchestraße, in der Nähe der U-Bahn Hohenzollernplatz. Auch dieses Angebot bedeutet eine Entlastung des südlichen Bahnhofsviertels und bessere Beratungsmöglichkeiten für die Zielgruppe der arbeitssuchenden obdachlosen EU-Zuwanderer, die vor allem aus Rumänien, Bulgarien und anderen ost- und südosteuropäischen EU-Staaten nach München kommen.

 

Zudem wird das CaseManagement-Projekt für wohnungs- und obdachlose Menschen in München dauerhaft weitergeführt. Bei dieser Kooperation des Katholischen Männerfürsorgevereins mit dem Evangelischen Hilfswerk kümmern sich erfahrene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter um obdach- und wohnungslose Frauen und Männer mit besonderen Schwierigkeiten, z. B. mit schweren psychischen Erkrankungen.

 

Presse- und Informationsamt der Landeshauptstadt München

 

Foto: Oliver Bodmer


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