Drei Fragen zum Weltfrauentag

Angelika Bürk hat zum 1. März das Amt der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten übernommen und unterstützt Benedita Frericks, die sich seit 2020 für die Gleichstellung im Unternehmen einsetzt.

Frau Bürk, Sie unterstützen seit 1. März Benedita Frericks als Gleichstellungsbeauftragte. Sagen Sie, warum braucht es in heutigen Zeiten noch Gleichstellungsarbeit?

 Angelika Bürk: Auch heute noch sind Frauen in vielen Bereichen benachteiligt, im Erwerbslebens vor allem bei der Höhe der Gehälter oder der Rente. Frauen leisten nach wie vor deutlich mehr als Männer in der Pflege und Betreuung von Angehörigen, was sich negativ auf ihre Karrieremöglichkeiten auswirken kann. Gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen Männer Nachteile erleben müssen. Der Einsatz für Gleichstellung ist daher auch heute noch immens wichtig.

Sie teilen sich diese Aufgabe. Wie arbeiten Sie zusammen?

 Ich habe meine Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte gerade erst aufgenommen. Wir werden das in den nächsten Wochen zusammen erarbeiten. Auf alle Fälle ist uns eine gute, engmaschige Kommunikation wichtig.

Wenn Sie einer Fee mit Zauberstab begegnen würden, was würden Sie sich wünschen?

 Ich würde mir ein tieferes Bewusstsein über den Stellenwert von Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Köpfen aller Arbeitgeber*innen wünschen. Außerdem ein Ende der Benachteiligung von Frauen bei Gehältern und Rente sowie ein mehr männliches Engagement bei der Pflege und Betreuung von Familienangehörigen.

 

Zur Person:
Die Soziologin Angelika Bürk ist seit 2011 im Sozialdienst für Flüchtlinge der Diakonie München und Oberbayern tätig. Seit dem 1. März ist sie die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte.
 
Foto: Unsplash/Claudio Schwarz


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