Pressespiegel
Lebensplätze - Wo Tiere die Seele streicheln
Evangelisches Hilfswerk erhält Zuschlag für neues Wohnprojekt.Älteren, alleinstehenden wohnungslosen Frauen dauerhaft ein Zuhause bieten – das ist das Ziel eines neuen Projektes der Stadt München, mit dessen Aufbau der Stadtrat das Evangelische Hilfswerk jetzt beauftragt hat. Um die hilfebedürftigen Frauen zu erreichen, sind die Lebensplätze besonders niedrigschwellig angelegt: Außer der Zugehörigkeit zur Zielgruppe müssen die Frauen keine Aufnahmekriterien erfüllen.
„Das Angebot richtet sich an ältere Frauen, die von einer Einrichtung und einer Beratungsstelle zur anderen gehen und nirgendwo ankommen“, sagt Isabel Schmidhuber, Leiterin des Frauenobdachs Karla 51. Gemeinsam mit dem Evangelischen Beratungsdienst hat sie das Konzept für das Projekt erarbeitet, das das Evangelische Hilfswerk mit einem Zuschuss der Stadt München in Höhe von 296.600 Euro sowie aus Eigenmitteln finanziert.
In den Lebensplätzen, die bis zu 25 Frauen aufnehmen können, gibt es feste Bezugspersonen für die Bewohnerinnen. Neben einer Sozialpädagogin ist das auch eine Pflegefachkraft. Außerdem entstehen in der neuen Dienststelle Arbeitsplätze in der Verwaltung, Hausmeisterei und Hauswirtschaft.
Eine weitere Besonderheit der neuen Einrichtung: Jede Frau darf dort ein Haustier halten. Isabel Schmidhuber: „Gerade viele ältere Frauen sind einsam, und Tiere streicheln die Seele.“
Zurzeit sucht das Evangelische Hilfswerk nach geeigneten Räumlichkeiten, die unter anderem behindertengerecht und barrierefrei sein müssen. Die ersten Frauen werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 einziehen.
Diana Riske
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