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Peter Möller übergibt den Staffelstab

Evangelische Straffälligenhilfe hat neuen Leiter.Die Evangelische Straffälligenhilfe München hat einen neuen Leiter: Wolf-Dieter Fenzl löste zum Jahresbeginn Peter Möller ab, der knapp 20 Jahre ehrenamtlich in diesem Bereich tätig war, davon die vergangenen sechs Jahre als Leiter. Beim Jahrestreffen der Ehrenamtlichen in der Straffälligenhilfe übergab Möller nun offiziell den Staffelstab an seinen Nachfolger. Möller selbst hatte das Amt als Leiter unter schwierigen Vorzeichen angetreten: Es war kein Geld mehr da, um die Stelle eines Hauptamtlichen weiter zu finanzieren, die gesamte Straffälligenhilfe musste neu strukturiert werden. Der 65-Jährige habe diese „gigantische Aufgabe hervorragend gemeistert“, sagte Gordon Bürk, Geschäftsführer des Evangelischen Hilfswerks München: „Der Dienst wäre ohne Ihre Hilfe nicht mehr da“. Bürk nannte Möllers Einsatz für die Strafgefangenen „praktizierte Nächstenliebe“. Als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement überreichte er Möller, der sich weiterhin in der Straffälligenhilfe engagieren wird, das Goldene Kronenkreuz, die höchste Auszeichnung der Diakonie in Deutschland. Als Protestant sei es ihm wichtig, Zeugnis für christliche Werte abzulegen, sagte Möller: „Auch Strafgefangene sind Menschen und haben ihre Würde nicht durch eine Straftat verloren.“ Bereits im vergangenen Jahr erhielt der ehemalige Berufssoldat für seine Verdienste in der Häftlingsbetreuung das Bundesverdienstkreuz. Möllers Nachfolger Wolf-Dieter Fenzl ist in der Straffälligenhilfe des Evangelischen Hilfswerks ein bekanntes Gesicht: Der 67-Jährige ist dort bereits seit rund 20 Jahren ehrenamtlich tätig. Als neuer Leiter ist er Ansprechpartner für etwa 30 Ehrenamtliche, die Strafgefangene in verschiedenen südbayerischen Justizvollzugsanstalten betreuen. Der pensionierte Gymnasiallehrer wird die Arbeit der Straffälligenhilfe auf derselben vertrauensvollen Ebene fortsetzen, wie sie sowohl Gefangene als auch Vertreter von Justiz und Strafvollzug in den vergangenen Jahren schätzen gelernt haben.

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