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28.04.2006 - Von nun an ein Kinderspiel: Zehn Stunden am Tag schutzige Wäsche waschen

Lions Club München Multinational spendet Maschinen im Wert von 5.000 Euro.Lions Club München Multinational spendet Maschinen im Wert von 5.000 Euro Saubere Wäsche zu haben, ist für Menschen ohne Obdach besonders wichtig. In der Teestube „komm“ des Evangelischen Hilfswerks stehen deshalb Waschmaschinen und Trockner kostenlos zur Verfügung. Seit gestern ist dieser Maschinenpark deutlich angewachsen: Am Freitag übergab der Lions Club München Multinational zusammen mit der Firma Miele eine neue Industriewaschmaschine und einen Hochleistungs-Wäschetrockner an die Besucher der Teestube. „Die neuen Geräte brauchen wir dringend“, so Teestuben-Leiter Anton Auer. Bis zu 200 Wohnungslose verbringen jeden Tag einige Stunden in der Einrichtung in der Zenettistraße. Sie nutzen die Zeit zum Kochen, Duschen und eben zum Wäschewaschen. Auer „Die einzige Maschine, die wir hatten, lief zehn Stunden am Tag.“ Froh sei er auch, dass der defekte Haushaltstrockner jetzt durch eine deutlich leistungsfähigere Industriemaschine ersetzt werden konnte. Mit einem extra neuverlegten Starkstromanschluss laufen die Geräte nun deutlich schneller durch, so dass mehr Wäsche gewaschen werden kann. Durch das Leben auf der Straße verschmutze die Kleidung der Obdachlosen sehr schnell, erklärte Gordon Bürk, Geschäftsführer des Evangelischen Hilfswerks. Es sei aber für die Würde der Betroffenen „sehr wichtig, nicht sofort als obdachlos erkannt zu werden“. Derzeit seien nach seiner Schätzung in München etwa 600 bis 800 Personen akut wohnungslos. Obwohl die Stadt München die Teestube mit Zuschüssen unterstütze, sei man dennoch auf Spenden angewiesen, um die Hilfsdienste aufrecht zu erhalten. „Als Club mit Mitgliedern aus der ganzen Welt wollen wir unserer Gaststadt München auch etwas zurückgeben“, erklärte Astrid Blohberger vom Lions Club Multinational bei der Übergabe der Maschinen. Für Obdachlose gebe es keine Lobby, deswegen sei dies bereits die zweite Aktion zugunsten der Besucher der Teestube. Die beiden neuen Geräte, deren Anschaffung der rührige Club jetzt ermöglicht hat, haben immerhin einen Wert von rund 5.000 Euro. Der Hausgerätehersteller Miele schließlich sorgte mit einem großzügigen Rabatt dann schließlich dafür, dass anstelle des ursprünglich geplanten Geräts nun beide Maschinen angeschafft werden konnten. Das Werk, ein Familienunternehmen in vierter Generation, unterstütze „traditionell viele wohltätige Einrichtungen“, so Dietmar Weik, Leiter des Münchner Vertriebszentrums. Kann sein, dass er demnächst noch einmal einen Anruf von der Teestube bekommt: Beim zweiten Gerät, einer herkömmlichen Haushaltsmaschine, klappern nach zweijährigem Dauereinsatz schon alle Lager. Katrin Nikolaus

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