Schriftgröße: SML
Logo / Startseite

Archiv

Titelgrafik

Archiv

18.05.2006 - Immer mehr sozialschwache Menschen suchen Hilfe

Armut in München: Teestube "komm" zählt mehr HilfesuchendeArmut in München: Teestube „komm“ zählt mehr Hilfesuchende Immer mehr sozialschwache Menschen kommen in die Teestube „komm“ und in die Obdachlosenhilfe des Evangelischen Hilfswerkes München. Die Zahl der Hilfesuchenden nimmt weiter zu, wie aus dem vorgestellten Jahresbericht 2005 hervorgeht. Die Teestube und die eigenen Street-Worker betreuen demzufolge über 1.000 Männer und Frauen. Die Hälfte von ihnen hätten die Einrichtung erstmals aufgesucht. Etwas mehr als 60 Prozent der Betroffenen sei zwischen 40 und 59 Jahre alt. Weil die Menschen kein Geld und keine Wohnung hätten, „werden öffentliche Plätze dann zum Wohnzimmer“, sagte der stellvertretende Dienststellenleiter, Franz Herzog, dem epd. Statistiken der beiden Einrichtungen zufolge wächst auch die Zahl der Menschen mit Schulden kontinuierlich. „Sie können die Stromrechnung und die Reparatur eines Fernsehers nicht mehr bezahlen, haben Mühe, Geld zu sparen oder vereinbaren Ratenzahlungen, wo es dann hinten und vorne fehlt“, berichtete Herzog. Die Wohngemeinschaften seien im vergangenen Jahr fast zu hundert Prozent belegt gewesen, hieß es weiter. Fast die Hälfte der Bewohner war vor Einzug in die betreuten Wohngemeinschaften mehr als sechs Jahre obdachlos. Inzwischen habe sich der Wohnungsmarkt in München entspannt, was wiederum die Wohnvermittlung erleichtere. Noch im Laufe des Jahres will das Evangelische Hilfswerk München die Teestube „komm“ umfassend renovieren und sanieren. epd, 18.05.2006

[ » Zurück]