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18.01.2006 - Psychotherapeutische Fachambulanz für Sexualstraftäter geplant

Eine psychotherapeutische Fachambulanz für Sexualstraftäter plant das Evangelische Hilfswerk München einzurichten.Eine psychotherapeutische Fachambulanz für Sexualstraftäter plant das Evangelische Hilfswerk München einzurichten. Das neue präventive Angebot solle die Vermittlung und Kontrolle therapeutischer Maßnahmen gewährleisten, teilte ein Sprecher der Inneren Mission in München am Montag mit. Die Konzeption der Einrichtung werde derzeit durch das bayerische Justizministerium geprüft. Auch seien eine akute Krisenintervention sowie die Vernetzung aller beteiligten Fachstellen angedacht. Um Rückfälle zu verhindern, würden zusätzliche Therapieplätze, Betreuungs- und Beratungsangebote sowie mehr niedergelassene Therapeuten für aus der Haft entlassene Sexualstraftäter dringend benötigt. Die bisherige Begleitung und Betreuung reiche in manchen Fällen nicht aus, erläuterte der künftige Leiter der Fachambulanz für Sexualstraftäter, Thomas Westermann. Auch das Erstellen eines differenzierten, am jeweiligen Täterprofil orientierten Behandlungs- und Therapieangebotes zähle zu den wichtigsten Aufgaben. Ziel sei es, die ehemaligen Häfltinge zu begleiten, ein selbstständiges, eigenverantwortliches und straffreies Leben zu führen, hieß es. Im Mittelpunkt stehe ihre gesellschaftliche Wiedereingliederung. Das Evangelische Hilfswerk München meldet nach eigenen Angaben gute Erfolgschancen im Rahmen der Wiedereingliederung seit Bestehen des Bodelschwingh-Hauses. Die stationäre Einrichtung der Inneren Mission bietet Hilfen für wohnungslose und straffällig gewordene Männer ab 18 Jahren an. (epd-Nachrichten, 09.01.06)

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