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20.10.2004 - Neue Ströme von Strichern aus Osteuropa

"Marikas" ist für sie die einzige Beratungsstelle in Bayern"Marikas" ist für sie die einzige Beratungsstelle in Bayern München (epd). Mit "neuen Strömen von Strichern aus Ost- und Südosteuropa" rechnet die Beratungsstelle "Marikas" für männliche Prostituierte des Evangelischen Hilfswerks München. Es ist die einzige soziale Anlaufstelle für Stricher in Bayern. Sie wurde vor zehn Jahren gegründet, nachdem Mitarbeiter der Schwester-Beratung "Mimikry" für weibliche Prostituierte immer wieder Anfragen von jungen Männern aus dem Rotlicht-Milieu bekamen. Die Beratungsstellen in der Dreimühlenstraße 1 in München bieten Prostituierten Aufenthalts- und Waschmöglichkeiten, einige Übernachtungsplätze, fachliche und persönliche Beratung und Vermittlung an Ärzte und Sozialeinrichtungen. Es seien Münchner Bürger, die die Dienste der jungen Männer in Anspruch nehmen, und auch deshalb könne es der Stadt und den Sozialverbänden nicht gleichgültig sein, was mit ihnen passiert, sagt Heike Schütte, die Leiterin von "Marikas". Mitarbeiter der Einrichtung suchen die Stricher auch an ihren Kontaktorten, vor allem Kneipen im Rotlicht-Milieu, auf und bieten Hilfe an. Ihre Erfahrung: Das Klientel kommt vor allem aus total verarmten Gebieten Osteuropas in der Hoffnung, im Westen Geld zu verdienen. Viele seien "nicht glücklich bei ihrer Arbeit als Stricher und sie würden gerne auch etwas Anderes arbeiten, wenn sie etwas finden". epd, 1409, 20.10.04

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